Der aktuelle Band unserer Reihe „Beiträge zur Museologie“ ist nun online verfügbar.

Tagungsband des Internationalen Bodensee-Symposiums 2018

Die Menge und die Vielfalt der Museen wachsen stetig, doch was sind die „harten Kriterien“, die Museen von Nicht-Museen unterscheiden? Das deutsch-schweizerisch-österreichische Bodensee-Symposium 2018 diskutierte an Fallbeispielen interessante Grenzziehungen durch Outsourcing von Leistungen, für die dem einzelnen Museum die Kompetenzen fehlen, durch klaren Verzicht auf vor Ort nicht zu erfüllende „Museums-Kernaufgaben“ sowie durch externe Qualitätsprüfung und Zertifizierung, ob das Institut den Ansprüchen an ein Museum genügt (oder nicht). Am Schluss stehen Perspektiven auf die Museumsdefinition von Verantwortlichen aus museumsverwandten Einrichtungen (Privat-, Universitäts- und Unternehmenssammlungen).

Eine Druckversion kann ab kommendem Monat bezogen werden.

Download über arthistoricum.net

Am 5. November 2020 findet das 3. Treffen der ICOM Young Professionals im Rahmen der Mutec in Leipzig statt!

Wir laden alle Studierende, Volontär*innen, Freiberufler*innen oder Museumsmitarbeiter*innen, die nicht länger als fünf Jahre „on the job“ sind, herzlich zu einem eintägigen Treffen zu dem Thema Diskriminierungskritische Museumsarbeit und der Weiterentwicklung des Netzwerkes ein.

Diversität, das Thema des diesjährigen Internationalen Museumstages, ist aktuell wichtiger denn je. Mit unserer Themensetzung möchten wir Diversität weiterdenken und den aktuellen Stand der Dinge in Museen kritisch reflektieren. Ziel des Netzwerktreffens ist es junge bzw. angehende Museumsmitarbeiter*innen zusammen zu bringen, gemeinsam mit Experten Lösungsstrategien zu entwickeln und das Netzwerk weiter auszubauen. Unterstützt wird das  Treffen durch den Vorstand ICOM Deutschlands, insbesondere durch Dr. Alina Gromova und Prof. Dr. Dr. Markus Walz sowie weiteren ehrenamtlichen Referent*innen.

Der Eintritt zur Messe und zum Netzwerktreffen ist für alle ICOM-Mitglieder kostenlos. Darüber hinaus können sich auch Nicht-ICOM-Mitglieder zum Netzwerktreffen anmelden. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, gilt: first come, first served.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 20. September an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
und freuen uns auf eine spannende Tagung mit Euch!


Viele Grüße

Harriet, Zsuzsanna und das Young Professionals Planungsteam (Christina, Johannes, Lisa, Rebecca und Sandra)

Am 19. Juni 2020 hat die Präsidentin des Weltverbands ICOM gegenüber dem Verwaltungsvorstand (Conseil d’administration / Executive Board) erklärt, dass sie ihr Amt mit sofortiger Wirkung niederlegt. Dieser Schritt kam für uns alle sehr überraschend. Suay Aksoy hat die Veröffentlichung einer kurzen Farewell-Note veranlasst. Wir danken ihr für ihr großes Engagement für den Weltverband, ihre offene Art, auf viele unserer Nationalen wie Internationalen Komitees zuzugehen und mit vielen unserer Mitglieder weltweit vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Sie hat neue Impulse in die Diskussion eingebracht und die Interessen der Museen auch in der Politik vertreten. Dafür gebührt ihr unser Respekt und unsere Anerkennung.

Es zirkulieren aktuell allerlei Mutmaßungen und Forderungen nach mehr Information. Wir sehen keine andere Möglichkeit, als Suay Aksoys Vorgehen zu respektieren, dass sie ihre Rücktrittsgründe nur dem Verwaltungsvorstand schriftlich mitteilen mochte und den Mitgliedern gegenüber nur darauf verweist. Die Vorstände der Nationalen und Internationalen Komitees haben keine Informationen zu den Gründen erhalten.

Der Verwaltungsvorstand hat diese Amtsniederlegung akzeptiert und ist seinen Pflichten aus Artikel 11, Abschnitt 6 der Statuten von ICOM nachgekommen: Er hatte einen der beiden Vizepräsidenten zum neuen Präsidenten zu bestimmen und hat sich in geheimer Wahl für Alberto Garlandini entschieden. Da nun ein Vizepräsidentenamt vakant war, wurde in derselben Sitzung unter Anwendung desselben Satzungsabschnitts ein ordentliches ICOM-Mitglied zum neuen Vizepräsidenten bestimmt. Die Wahl fiel auf Terry Simioti Nyambe.

Mit Alberto Garlandini wissen wir einen erfahrenen und gut vernetzten neuen Präsidenten an der Spitze von ICOM, der an zahlreichen Schnittstellen bereits über lange Jahre hinweg ICOM entscheidend mitgeprägt hat. Wir gratulieren Alberto Garlandini an dieser Stelle für die Berufung zum neuen Präsidenten und wünschen ihm für die kommenden Jahre eine glückliche Hand bei den anstehenden großen Problemen, die insbesondere durch die Corona-Pandemie ganz aktuell auf die Museumswelt international zugekommen sind und deren Auswirkungen wir jetzt nur erahnen, aber im Detail noch nicht kennen. Es gibt zahlreiche Themenfelder, auf denen ICOM dringend nach innen wie nach außen wirken muss und wir möchten den neu zusammengestellten Vorstand von ICOM International nach besten Kräften unterstützen.

Mit Terry Simioti Nyambe als neu gewählten Vizepräsidenten haben wir einen profilierten Kollegen an unserer Seite, mit dem wir erfolgreich unseren ersten Austausch zwischen Museumsfachleuten aus einem afrikanischen Staat und Deutschland initiieren konnten. Auch auf diese sicherlich noch intensivere Zusammenarbeit freuen wir uns.

In terminlicher Nähe zum Rücktritt von Suay Aksoy hat es weitere Amtsniederlegungen gegeben, von zwei Mitgliedern des Verwaltungsvorstands und von mehreren Mitgliedern und der Präsidentin des mit der Vorbereitung des Beschlussvorschlags für eine neue Museumsdefinition beauftragten Komitees MDPP. Es sind sicherlich wichtige Gründe gewesen, die übergetragenen Aufgaben im Weltverband inmitten der laufenden Wahlperiode aufzugeben; hierzu gibt es keine zuverlässigen Informationen. Wir alle haben gerade in diesen schwierigen Zeiten darauf vertraut, dass die offiziellen Vertreter*innen in ihren Positionen verlässlich diese einmal eingeschlagenen Wege weiter beschreiten, selbst wenn nicht immer alle Prozesse einfach und glatt verlaufen. ICOM steht in seiner Gesamtheit für Meinungsvielfalt, Pluralität und offene Diskurse, was auch Differenzen einschließt. Wir respektieren die Rücktritte und danken allen für ihre bis dato geleistete Arbeit. Dies darf und wird ICOM Deutschland jedoch nicht daran hindern, die wichtigen Ziele des Weltverbandes weiter zu begleiten, selbst mitzugestalten und die brennenden Probleme anzupacken, Lösungen sowie Perspektiven zu entwickeln. 

Ich kann Sie alle nur darin ermutigen, das Vertrauen in ICOM als Weltgemeinschaft der Museumsfachleute und in sein starkes Netzwerk weiter zu vertiefen und dem neuen Team an der Spitze ebenso viel Vertrauen entgegenzubringen wie zuvor. Sicherlich müssen strukturelle Probleme noch aufgearbeitet, Informationsdefizite aufgeklärt und innere Konflikte bereinigt werden. Das alles kann geschehen, wenn möglichst alle unterstützend an diesem Potenzial der Museumsgemeinschaft und den perspektivischen Interessen des Weltverbandes - insbesondere auf der Ebene der Nationalen wie Internationalen Komitees - arbeiten. Es kann nicht unser Ziel sein, die Chance einer internationalen, interkulturellen und weltoffenen Verständigung und Gemeinschaftsleistung in Frage zu stellen, wie dies mitunter in einigen aktuellen Diskussionen oder Äußerungen der Fall zu sein scheint. 

Wir vertrauen auf unser gemeinsames Motto: Museums have no borders, they have a network. 

Unsere Stärke liegt im Zusammenhalt und der offenen Verständigung. Nutzen wir sie!

Ihre Beate Reifenscheid

Präsidentin
ICOM Deutschland

Stellungnahme Aksoy

Stellungnahme Garlandini

Stellungnahme Executive Board

Der ICOM Weltverband liefert die wohl bekannteste Definition des Begriffs Museum. Diese ICOM-Museumsdefinition dient in erster Linie der internen Vergewisserung, für welches Arbeitsgebiet ICOM steht und welche Aufgaben Personen und Institutionen erfüllen müssen, wenn sie ICOM-Mitglieder sind oder werden möchten.

Die weltweite Verbreitung von ICOM hat dazu geführt, dass diese Definition sehr viel breiter angenommen wird, von Behörden und Förderstiftungen, die Zuwendungen an Museen ausreichen, bis hin zu Lexika in mehreren Sprachen, die ihren Eintrag an diese Definition anlehnen. Den vollständigen Text finden Sie in Artikel 3 Abschnitt 1 der Statuten von ICOM; der juristisch bindende französische Text in der aktuellen Fassung von 2007 lautet:

« Un musée est une institution permanente sans but lucratif, au service de la société et de son développement, ouverte au public, qui acquiert, conserve, étudie, expose et transmet le patrimoine matériel et immatériel de l’humanité et de son environnement à des fins d'études, d'éducation et de délectation.»

Eine von den drei deutschsprachigen Nationalkomitees autorisierte deutsche Übersetzung gibt es zurzeit nicht. Sinngemäß lautet die Definition aber auf Deutsch:

„Ein Museum ist eine dauerhafte Einrichtung, die keinen Gewinn erzielen will, öffentlich zugänglich ist und im Dienst der Gesellschaft und deren Entwicklung steht. Sie erwirbt, bewahrt, beforscht, präsentiert und vermittelt das materielle und immaterielle Erbe der Menschheit und deren Umwelt zum Zweck von Studien, der Bildung und des Genusses.“

Der Weltverband diskutiert die Museumsdefinition kontinuierlich und passt sie den aktuellen Bedürfnissen an. Alle Nationalkomitees arbeiten diesem Prozess zu; deswegen hatte ICOM Deutschland den aktuellen Gebrauch der ICOM-Museumsdefinition als Thema des jüngsten „Bodensee-Symposiums“ vorgeschlagen, der alle drei Jahre stattfindenden gemeinsamen Tagung von ICOM Österreich, ICOM Schweiz und ICOM Deutschland.

„Museum: ausreichend. Die ‚untere Grenze‘ der Museumsdefinition“ fand im Juni 2018 in Friedrichshafen statt. Der Tagungsband hierzu wird im zweiten Halbjahr 2020 erscheinen.

Bei der Generalversammlung 2019 von ICOM in Kyoto stand die Neufassung der ICOM-Definition von „Museum“ auf der Tagesordnung. Alle Mitglieder von ICOM waren eingeladen, Formulierungsvorschläge online einzureichen; es wurden auch Vorschläge aus Deutschland gemacht. Das Beratungsergebnis des beauftragten ICOM-Komitees hat das Executive Board von ICOM passiert und steht nun online zur Verfügung.

Der Vorstand von ICOM Deutschland hat darauf umgehend mit einem Memorandum reagiert, weil nach unserem Eindruck der Beschlussvorschlag zwar zahlreiche Formulierungen im Sinne eines Mission Statements für das 21. Jahrhundert enthält, aber grundlegende, seit Jahrzehnten unveränderte definitorische Elemente gestrichen wurden. Dazu gehört zum Beispiel, dass Museen auf Dauer angelegte Institutionen sein müssen.

Deswegen ist ICOM Deutschland auch einem von ICOM Europe initiierten Antrag beigetreten, den Beschluss über eine Änderung der Museumsdefinition um wenigstens ein Jahr aufzuschieben.

Die ICOM Generalversammlung hat am 7. September 2019 in Kyoto auf einer außerordentlichen Sitzung beschlossen die Änderung der Museumsdefinition bis zur nächstmöglichen Generalkonferenz aufzuschieben, um die Konsultation aller Beteiligten zu ermöglichen. ICOM Deutschland beteiligt sich an diesem Prozess weiterhin aktiv.


Während der Online-Umfrage, die ICOM Deutschland vom 13. bis zum 31. Dezember 2019 unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat, sind insgesamt 302 gültige Fragebögen eingegangen. Dies entspricht einer Beteiligung von 4,6 Prozent der Verbandsmitglieder, jedes Bundesland ist mit Teilnehmern vertreten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Positionen der Umfrageteilnehmer zur geltenden ICOM-Museumsdefinition in sich schlüssig sind und eine breite Zustimmung aufweisen. Im Überblick betrachten 80,8 Prozent diesen Text als gut geeignete bzw. nur punktuell verbesserungswürdige Museumsdefinition. 1,3 Prozent stufen ihn als ungeeignet ein.

Das Antwortverhalten zum Kyoto-Beschlussvorschlag unterscheidet sich davon grundlegend. Im Überblick betrachten ihn 47,4 Prozent der Umfrageteilnehmer als gut geeignete oder als nur punktuell verbesserungsbedürftige Museumsdefinition. Hingegen stufen ihn 13,9 Prozent als ungeeignet ein.

Diese Mitgliederbefragung steht im Zusammenhang mit der Initiative des Weltverbandes ICOM, die Museumsdefinition auf ihre Eignung für das 21. Jahrhundert zu befragen. Die Beschlussvorlage einer vollständig neu formulierten Museumsdefinition löste lebhafte Diskussionen aus. Die für den 7. September 2019 nach Kyoto einberufene Außerordentliche Generalversammlung entschied, den Beschluss aufzuschieben, um eine ausführlichere Meinungsbildung in den ICOM-Komitees zu ermöglichen. Die Umfrageergebnisse von ICOM Deutschland dienen auch als Zuarbeit an das Internationale Komitee für Museologie (ICOFOM), das einheitliche Angaben zum Thema von allen Nationalkomitees sammelt.

Ergebnisse der Mitgliederbefragung (dt., Pdf)

English summary of the German member survey (Pdf)


Aktivitäten ICOM Deutschlands im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Museumsdefinition

Der Internationale Museumsrat (ICOM) formuliert in Artikel 3 seiner Statuten die Museumsdefinition. In unregelmäßigen Abständen wird diese den allgemeinen gesellschaftlichen und institutionellen Veränderungen im Museumsbereich angepasst, letztmalig im Jahre 2007. In vielen Ländern wird die ICOM-Museumsdefinition als internationaler Standard gewertet und als Maßstab für die Ausrichtung der nationalen Museumspolitik und die Gewährung von Subventionen verwendet.

Im Jahre 2016 hat ICOM beschlossen, die Museumsdefinition auf ihre Tragfähigkeit für das 21. Jahrhundert zu befragen. Die Anfang August 2019 präsentierte Beschlussvorlage einer vollständig neu formulierten Museumsdefinition löste lebhafte, auch kontroverse Diskussionen aus. Die für September 2019 nach Kyoto einberufene außerordentliche Generalversammlung entschied, den Beschluss aufzuschieben, um eine ausführlichere Meinungsbildung in den nationalen und internationalen Komitees von ICOM zu ermöglichen. ICOM Deutschland beteiligt sich an diesem Meinungsbildungsprozess.

Juni 2020, ICOM Deutschland

Publikation des Tagungsbandes "Museum: ausreichend. Die 'untere Grenze' des Museums" auf arthistoricum.net als Zusammenfassung der Beiträge des gleichnamigen Internationalen Bodensee-Symposiums 2018 (siehe 21. bis 23. Juni 2018, ICOM Deutschland, Schweiz, Österreich).

18. Juni 2020, ICOM Deutschland
Digitales Mitgliederforum zur Museumsdefinition
Zusammenfassung (PDF)

20. März 2020, Hamburg, ICOM Deutschland - Aufrund der gesundheitlichen Situation leider verschoben
Mitgliederforum: „Die ICOM-Museumsdefinition des 21. Jahrhunderts“

10. März 2020, Paris
Committees Day: Auf Einladung von ICOM Frankreich an alle internationalen und nationalen ICOM-Komitees soll der Erfahrungs- und Meinungsaustausch zum Thema Vision und Museumsdefinition von ICOM gebündelt werden.
Proceedings of the ICOM Committees' day

10. Februar 2020, ICOM Deutschland 
Bekanntgabe der Ergebnisse der Mitgliederbefragung (dt. und engl.) auf der Internetseite (ab 19.2. zusätzlich bei IDW-Online).

30. Januar 2020, Jüdisches Museum Berlin
Markus Walz als Vertreter von ICOM Deutschland nimmt an der Podiumsdiskussion „Quo vadis Museum?“ im Jüdischen Museum Berlin teil. Mitdiskutantin ist Léontine Meijer-van Mensch, Mitglied des Executive Board von ICOM; Moderation durch Studierende der HTW Berlin.

29. Januar 2020, ICOM Deutschland
Schriftliche Zuarbeit von ICOM Deutschland zur Umfrage von ICOFOM unter allen ICOM-Komitees bezüglich der Museumsdefinition und des Kyoto-Beschlussvorschlags

13. Dezember 2019, ICOM Deutschland
Rundschreiben als E-Mail an alle Verbandsmitglieder mit Einladung zur Teilnahme an der seit dem 12.12. online stehenden Mitglieder-Umfrage zur ICOM-Museumsdefinition. Einsendeschluss ist der 31.12.2019; mit Erinnerung an die Teilnahme im ICOM-Deutschland-Newsletter vom 21.12.2019.

9. Dezember 2019, ICOM (Weltverband)
Das ICOM Executive Board entscheidet, ein neues MDPP-Komitee zu ernennen (MDPP 2), in dem mehrere neue Vertreter aus der Mitgliederschaft vertreten sein sollen. Das MDPP 2 soll von 2020 bis 2022 die Arbeit des MDPP nun als transparenten und konsultativen Prozess in Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen ICOM-Komitees fortsetzen. Siehe Museum Definition Brief von ICOM

2. Dezember 2019, ICOM Deutschland
Der Vorstand schlägt der ICOM-Präsidentin und dem ICOM Executive Board vor, dass ein neues, von MDPP unabhängiges Gremium mit der Erarbeitung eines neuen Vorschlags zur Museumsdefinition beauftragt werden sollte.

19. November 2019, ICOM Deutschland
Rundschreiben an alle Verbandsmitglieder: Zusammenfassung der Ereignisse bezüglich der ICOM-Museumsdefinition, Information zum Stand der Diskussion in der Mitgliederversammlung am 14. November in München; Information über die geplante Online-Umfrage und das geplante Mitgliederforum im März 2020

14. November 2019, München, ICOM Deutschland
Mitgliederversammlung im Rahmen der Jahrestagung von ICOM Deutschland: Information zum Sachstand der Museumsdefinition, mit Diskussionsrunde als Reaktion auf eine Petition. Vorschläge seitens der Mitglieder: Durchführung einer Online-Umfrage unter Mitgliedern auch als Zuarbeit zur ICOFOM-Umfrage und Abhalten eines Mitgliederforums im Rahmen der deutsch-dänischen Tagung, 18. bis 20. März 2020.

11. November 2019, ICOM Deutschland
Die Präsidentin von ICOM Deutschland, Beate Reifenscheid, veröffentlicht ein Statement auf der Plattform Wissenschaftskommunikation.de: „Gegen Unverbindlichkeit und Politisierung: Zur Neudefinition der Museen“

7. November 2019, Alina Gromova
Veröffentlichung eines „Offenen Briefs an die Vertreter und Vertreterinnen von ICOM Deutschland“ auf der Internetseite Open Petition; die Unterzeichnerin, Alina Gromova, Berlin, kritisiert die Haltung des Vorstandes von ICOM Deutschland in der Thematik Museumsdefinition und fordert mehr Dialogbereitschaft ein.

8. Oktober 2019, ICOM Deutschland
Internetseite (Blog): Rückblick auf die ICOM-Generalkonferenz mit Information zum Abstimmungsverhalten in der außerordentlichen Generalversammlung am 7.9.2019

30. September 2019, ICOM Deutschland
Im Newsletter 5-2019 berichtet Beate Reifenscheid im Intro über die überwältigende Zustimmung zum Antrag, die Abstimmung über den Beschlussvorschlag zur Neufassung der Museumsdefinition aufzuschieben.

7. September 2019, ICOM (Weltverband)
Auf der außerordentlichen Generalversammlung im Rahmen der Generalkonferenz in Kyoto bringt ICOM Europa einen – von ICOM Deutschland mitgezeichneten – Antrag ein, die Abstimmung über den Beschlussvorschlag zur Neufassung der Museumsdefinition aufzuschieben.

Dieser Antrag setzt sich mit rund 70 Prozent Zustimmung durch. Zuvor hatte es mehrere, sehr lebhafte Diskussionsforen innerhalb der Generalkonferenz gegeben (siehe Webseite). Der Vorstand von ICOM Deutschland informiert im Anschluss alle Verbandsmitglieder in einem Rundschreiben über das Ergebnis sowie über die Absicht, die Museumsdefinition im Rahmen der Mitgliederversammlung 2019 zu diskutieren.

5. August 2019, ICOM Deutschland
Übergabe eines Memorandums an die Präsidentin des Weltverbandes: Im Beschlussvorschlag zur Neufassung der Museumsdefinition fehlen die Permanenz der Institution und die Kernaufgabe Forschung. Der Vorstand informiert alle Mitglieder von ICOM Deutschland in einem Rundschreiben über das Memorandum und die darin geäußerten Bedenken.

1. April 2019, ICOM-MDPP
Das mit der Ausarbeitung eines Beschlussvorschlags zur Neufassung der Museumsdefinition beauftragte Komitee MDPP lädt alle Mitglieder weltweit ein, ihre Definitionsvorschläge auf einer Online-Plattform einzureichen; insgesamt treffen 269 (darunter auch ICOM Deutschland) Formulierungen ein.

21. bis 23. Juni 2018, ICOM Deutschland, Schweiz, Österreich
Internationales Bodensee-Symposium in Friedrichshafen „Museum: ausreichend. Die ‚untere Grenze‘ des Museums“ als Beitrag der deutschsprachigen ICOM-Nationalkomitees zur Diskussion über die Museumsdefinition; unter anderen referiert auch die Präsidentin des ICOM-Komitees MDPP, Jette Sandahl.

2016, Mailand, ICOM (Weltverband)
Die außerordentliche Generalversammlung beschließt, dass die bei der Überarbeitung der Statuten von ICOM ausgesparte ICOM-Museumsdefinition auf ihre Tauglichkeit für das 21. Jahrhundert überprüft werden soll; zur Ausarbeitung wird im Anschluss ein separates Komitee, Committee on Museum Definition, Prospects and Potentials (MDPP, 2017-2019), eingerichtet. Siehe: Protokoll der 133. Sitzung des Executive Board, 1. und 2. Juli 2016, Mailand (TOP 12) und Protokoll der 134. Sitzung des Executive Board, 10. bis 11. Dezember 2016, Paris (TOP 14)

 

Museen sind Orte wichtiger gesellschaftlicher, kultureller und historischer Übereinkunft und gesellschaftlich mit entscheidend, um die Krise zu überstehen. Sie bieten Rückhalt im kulturellen Erbe, als Orte der humanistischen Bildung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, in denen die Themen der Gegenwart mit großer Offenheit verhandelt werden können.

ICOM Deutschland hat in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche geführt und Anfragen erhalten, die von den Sorgen und Nöten einen Widerhall gaben.  ICOM Deutschland appelliert, die Museen in der Krise schützen und weitere Hilfen bereitzustellen.

Lesen Sie den vollständigen Brief hier.

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