Jahrestagung MPR: Call for Proposals ist eröffnet

Narratives – Long Story Short

Unter dem Titel "Narratives – Long Story Short" findet vom 21. bis 26. September die Jahrestagung 2020 des Internationalen ICOM-Komitees für Museumsmarkerting und Öffentlichkeitsarbeit (MPR) in Kassel und Berlin statt.

Die Tagung widmet sich den Techniken des Erzählens im Kulturbetrieb und bietet vom 21. bis 23. September in Kassel in der Grimmwelt drei Tage mit Referaten, Praxisberichten und Ausstellungsbesuchen sowie vom 24. bis 26. September mehrere Exkursionen in die Berliner Museumslandschaft.

Alle MPR-Mitglieder sind eingeladen, ihre Vorschläge für Kurzpräsentationen bis zum 30. April 2020 einzureichen.

Weitere Informationen zum Call for Proposals

Tagungsprogramm

 

IC Ethics lädt alle ICOM-Mitglieder zur Mitarbeit ein

Museumsfachleute, die in ihrem Arbeitsalltag ethischen Fragestellungen begegnen oder sich vor ethisch schwierige Entscheidungen gestellt sehen, finden in dem International Committee on Ethical Dilemmas (IC Ethics) eine neue Plattform für Reflexion, Erfahrungsaustausch und Lösungsansätze. Gegenwärtig entsteht ein Virtual Conference Centre, in dem Mitglieder von IC Ethics direkt mit anderen Mitgliedern dringliche ethische Aspekte der Museumsarbeit diskutieren können.

Kathrin Pabst, Präsidentin von IC Ethics, lädt alle ICOM-Mitglieder ein, sich am Gedankenaustausch und an der Diskussion zu ethischen Themen zu beteiligen – im Vordergrund stehen Wissensvermittlung, Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch über gute ethische Praxis, nicht die Beurteilung von Verhalten als richtig oder falsch.

IC Ethics wurde am 3. September 2019 in Kyoto gegründet, es ist somit eines der beiden jüngsten internationalen Komitees von ICOM.

Weitere Informationen zu Zielen und Aktivitäten sowie zu den Unterschieden zwischen IC Ethics und ETHCOM finden Sie auf der Internetseite: www.ic-ethics.museum

Ergebnisse der Mitgliederumfrage zur Museumsdefinition liegen vor

Die Teilnehmer der Online-Befragung betrachten die geltende ICOM-Museumsdefinition mehrheitlich als gut geeignet bzw. nur punktuell verbesserungsbedürftig. Den Kyoto-Beschlussvorschlag stuft weniger als die Hälfte der Umfrageteilnehmer als gut geeignet oder nur punktuell verbesserungsbedürftig ein.

Während der Online-Umfrage, die ICOM Deutschland vom 13. bis zum 31. Dezember 2019 unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat, sind insgesamt 302 gültige Fragebögen eingegangen. Dies entspricht einer Beteiligung von 4,6 Prozent der Verbandsmitglieder, jedes Bundesland ist mit Teilnehmern vertreten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Positionen der Umfrageteilnehmer zur geltenden ICOM-Museumsdefinition in sich schlüssig sind und eine breite Zustimmung aufweisen. Im Überblick betrachten 80,8 Prozent diesen Text als gut geeignete bzw. nur punktuell verbesserungswürdige Museumsdefinition. 1,3 Prozent stufen ihn als ungeeignet ein.

Das Antwortverhalten zum Kyoto-Beschlussvorschlag unterscheidet sich davon grundlegend. Im Überblick betrachten ihn 47,4 Prozent der Umfrageteilnehmer als gut geeignete oder als nur punktuell verbesserungsbedürftige Museumsdefinition. Hingegen stufen ihn 13,9 Prozent als ungeeignet ein.

Diese Mitgliederbefragung steht im Zusammenhang mit der Initiative des Weltverbandes ICOM, die Museumsdefinition auf ihre Eignung für das 21. Jahrhundert zu befragen. Die Beschlussvorlage einer vollständig neu formulierten Museumsdefinition löste lebhafte Diskussionen aus. Die für den 7. September 2019 nach Kyoto einberufene Außerordentliche Generalversammlung entschied, den Beschluss aufzuschieben, um eine ausführlichere Meinungsbildung in den ICOM-Komitees zu ermöglichen. Die Umfrageergebnisse von ICOM Deutschland dienen auch als Zuarbeit an das Internationale Komitee für Museologie (ICOFOM), das einheitliche Angaben zum Thema von allen Nationalkomitees sammelt.

Ergebnisse der Mitgliederbefragung (dt., Pdf)

English summary of the German member survey (Pdf)

Chronologie: Überarbeitung der Museumsdefinition

Aktivitäten ICOM Deutschlands im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Museumsdefinition

Der Internationale Museumsrat (ICOM) formuliert in Artikel 3 seiner Statuten die Museumsdefinition. In unregelmäßigen Abständen wird diese den allgemeinen gesellschaftlichen und institutionellen Veränderungen im Museumsbereich angepasst, letztmalig im Jahre 2007. In vielen Ländern wird die ICOM-Museumsdefinition als internationaler Standard gewertet und als Maßstab für die Ausrichtung der nationalen Museumspolitik und die Gewährung von Subventionen verwendet.

Im Jahre 2016 hat ICOM beschlossen, die Museumsdefinition auf ihre Tragfähigkeit für das 21. Jahrhundert zu befragen. Die Anfang August 2019 präsentierte Beschlussvorlage einer vollständig neu formulierten Museumsdefinition löste lebhafte, auch kontroverse Diskussionen aus. Die für September 2019 nach Kyoto einberufene außerordentliche Generalversammlung entschied, den Beschluss aufzuschieben, um eine ausführlichere Meinungsbildung in den nationalen und internationalen Komitees von ICOM zu ermöglichen. ICOM Deutschland beteiligt sich an diesem Meinungsbildungsprozess.

 

Ende April 2020, ICOM Deutschland

Publikation des Tagungsbandes "Museum: ausreichend. Die 'untere Grenze' des Museums" auf arthistoricum.net als Zusammenfassung der Beiträge des gleichnamigen Internationalen Bodensee-Symposiums 2018 (siehe 21. bis 23. Juni 2018, ICOM Deutschland, Schweiz, Österreich).

20. März 2020, Hamburg, ICOM Deutschland
Mitgliederforum: „Die ICOM-Museumsdefinition des 21. Jahrhunderts“ Anmeldung

10. März 2020, Paris
Committees Day: Auf Einladung von ICOM Frankreich an alle internationalen und nationalen ICOM-Komitees soll der Erfahrungs- und Meinungsaustausch zum Thema Vision und Museumsdefinition von ICOM gebündelt werden.
Alle Informationen und Präsentationen sind online einzusehen über die Homepage von ICOM Frankreich.

10. Februar 2020, ICOM Deutschland
Bekanntgabe der Ergebnisse der Mitgliederbefragung (dt. und engl.) auf der Internetseite (ab 19.2. zusätzlich bei IDW-Online).

30. Januar 2020, Jüdisches Museum Berlin
Markus Walz als Vertreter von ICOM Deutschland nimmt an der Podiumsdiskussion „Quo vadis Museum?“ im Jüdischen Museum Berlin teil. Mitdiskutantin ist Léontine Meijer-van Mensch, Mitglied des Executive Board von ICOM; Moderation durch Studierende der HTW Berlin.

29. Januar 2020, ICOM Deutschland
Schriftliche Zuarbeit von ICOM Deutschland zur Umfrage von ICOFOM unter allen ICOM-Komitees bezüglich der Museumsdefinition und des Kyoto-Beschlussvorschlags


13. Dezember 2019, ICOM Deutschland
Rundschreiben als E-Mail an alle Verbandsmitglieder mit Einladung zur Teilnahme an der seit dem 12.12. online stehenden Mitglieder-Umfrage zur ICOM-Museumsdefinition. Einsendeschluss ist der 31.12.2019; mit Erinnerung an die Teilnahme im ICOM-Deutschland-Newsletter vom 21.12.2019.

9. Dezember 2019, ICOM (Weltverband)
Das ICOM Executive Board entscheidet, ein neues MDPP-Komitee zu ernennen (MDPP 2), in dem mehrere neue Vertreter aus der Mitgliederschaft vertreten sein sollen. Das MDPP 2 soll von 2020 bis 2022 die Arbeit des MDPP nun als transparenten und konsultativen Prozess in Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen ICOM-Komitees fortsetzen. Siehe Museum Definition Brief von ICOM

2. Dezember 2019, ICOM Deutschland
Der Vorstand schlägt der ICOM-Präsidentin und dem ICOM Executive Board vor, dass ein neues, von MDPP unabhängiges Gremium mit der Erarbeitung eines neuen Vorschlags zur Museumsdefinition beauftragt werden sollte.

19. November 2019, ICOM Deutschland
Rundschreiben an alle Verbandsmitglieder: Zusammenfassung der Ereignisse bezüglich der ICOM-Museumsdefinition, Information zum Stand der Diskussion in der Mitgliederversammlung am 14. November in München; Information über die geplante Online-Umfrage und das geplante Mitgliederforum im März 2020

14. November 2019, München, ICOM Deutschland
Mitgliederversammlung im Rahmen der Jahrestagung von ICOM Deutschland: Information zum Sachstand der Museumsdefinition, mit Diskussionsrunde als Reaktion auf eine Petition. Vorschläge seitens der Mitglieder: Durchführung einer Online-Umfrage unter Mitgliedern auch als Zuarbeit zur ICOFOM-Umfrage und Abhalten eines Mitgliederforums im Rahmen der deutsch-dänischen Tagung, 18. bis 20. März 2020.

11. November 2019, ICOM Deutschland
Die Präsidentin von ICOM Deutschland, Beate Reifenscheid, veröffentlicht ein Statement auf der Plattform Wissenschaftskommunikation.de: „Gegen Unverbindlichkeit und Politisierung: Zur Neudefinition der Museen“

7. November 2019, Alina Gromova
Veröffentlichung eines „Offenen Briefs an die Vertreter und Vertreterinnen von ICOM Deutschland“ auf der Internetseite Open Petition; die Unterzeichnerin, Alina Gromova, Berlin, kritisiert die Haltung des Vorstandes von ICOM Deutschland in der Thematik Museumsdefinition und fordert mehr Dialogbereitschaft ein.

8. Oktober 2019, ICOM Deutschland
Internetseite (Blog): Rückblick auf die ICOM-Generalkonferenz mit Information zum Abstimmungsverhalten in der außerordentlichen Generalversammlung am 7.9.2019

30. September 2019, ICOM Deutschland
Im Newsletter 5-2019 berichtet Beate Reifenscheid im Intro über die überwältigende Zustimmung zum Antrag, die Abstimmung über den Beschlussvorschlag zur Neufassung der Museumsdefinition aufzuschieben.

7. September 2019, ICOM (Weltverband)
Auf der außerordentlichen Generalversammlung im Rahmen der Generalkonferenz in Kyoto bringt ICOM Europa einen – von ICOM Deutschland mitgezeichneten – Antrag ein, die Abstimmung über den Beschlussvorschlag zur Neufassung der Museumsdefinition aufzuschieben.

Dieser Antrag setzt sich mit rund 70 Prozent Zustimmung durch. Zuvor hatte es mehrere, sehr lebhafte Diskussionsforen innerhalb der Generalkonferenz gegeben (siehe Webseite). Der Vorstand von ICOM Deutschland informiert im Anschluss alle Verbandsmitglieder in einem Rundschreiben über das Ergebnis sowie über die Absicht, die Museumsdefinition im Rahmen der Mitgliederversammlung 2019 zu diskutieren.

5. August 2019, ICOM Deutschland
Übergabe eines Memorandums an die Präsidentin des Weltverbandes: Im Beschlussvorschlag zur Neufassung der Museumsdefinition fehlen die Permanenz der Institution und die Kernaufgabe Forschung. Der Vorstand informiert alle Mitglieder von ICOM Deutschland in einem Rundschreiben über das Memorandum und die darin geäußerten Bedenken.

1. April 2019, ICOM-MDPP
Das mit der Ausarbeitung eines Beschlussvorschlags zur Neufassung der Museumsdefinition beauftragte Komitee MDPP lädt alle Mitglieder weltweit ein, ihre Definitionsvorschläge auf einer Online-Plattform einzureichen; insgesamt treffen 269 (darunter auch ICOM Deutschland) Formulierungen ein.

21. bis 23. Juni 2018, ICOM Deutschland, Schweiz, Österreich
Internationales Bodensee-Symposium in Friedrichshafen „Museum: ausreichend. Die ‚untere Grenze‘ des Museums“ als Beitrag der deutschsprachigen ICOM-Nationalkomitees zur Diskussion über die Museumsdefinition; unter anderen referiert auch die Präsidentin des ICOM-Komitees MDPP, Jette Sandahl.

2016, Mailand, ICOM (Weltverband)
Die außerordentliche Generalversammlung beschließt, dass die bei der Überarbeitung der Statuten von ICOM ausgesparte ICOM-Museumsdefinition auf ihre Tauglichkeit für das 21. Jahrhundert überprüft werden soll; zur Ausarbeitung wird im Anschluss ein separates Komitee, Committee on Museum Definition, Prospects and Potentials (MDPP, 2017-2019), eingerichtet. Siehe: Protokoll der 133. Sitzung des Executive Board, 1. und 2. Juli 2016, Mailand (TOP 12) und Protokoll der 134. Sitzung des Executive Board, 10. bis 11. Dezember 2016, Paris (TOP 14)

Bergungsmaßnahmen nach dem Brand

ICOM Deutschland und weitere Vertreter deutscher Museen und Sammlungsinstitutionen haben beschlossen und geben in einem offenen Brief bekannt, bei ihrer Unterstützung des Wiederaufbaus des Nationalmuseums in Rio die Aktivitäten auszuweiten und die Kräfte zu bündeln.

Am 2. September 2018 wurde das Nationalmuseum in Rio de Janeiro durch einen verheerenden Brand zerstört. ICOM hat durch Informations- und Koordinierungsmaßnahmen die Rettung der Artefakte sofort unterstützt. Das weltweite ICOM-Netzwerk mit seinem Disaster Risk Management Committee (DRMC) bietet in Katastropensituationen die Plattform für internationale Kooperation und Erfahrungsaustausch.

Ebenso engagieren sich in Deutschland viele staatliche und nichtstaatliche Institutionen an den Bergungs-, Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen, so auch das Auswärtige Amt in Form von technischer und finanzieller Soforthilfe.

Als Vertreter der führenden deutschen Museen und Sammlungsinstitutionen im Bereich der Sozial- und Kulturanthropologie und der Naturgeschichte sowie der beiden wichtigsten deutschen Museumsverbände ICOM Deutschland und DMB haben wir beschlossen, künftig unsere Kräfte zu bündeln und unsere Aktivitäten auszuweiten. In einem offenen Brief sagen wir unseren brasilianischen Kollegen unsere Unterstützung zu durch Expertise in den Bereichen Konservierung und Restaurierung von Artefakten, durch Bereitstellung von Sammlungsobjekten für Wanderausstellungen sowie durch Erfahrungsaustausch, Aus- und Weiterbildung. Wir laden Regierungen und Nichtregierungsorganisationen sowie Philanthropen und private Sammler ein, sich unserer Initiative anzuschließen. Wir befürworten die Aktivitäten des Auswärtigen Amtes, eine internationale Agentur zur Museumskooperation zu errichten, die zusammen mit ICOM und ICOM Deutschland den deutschen Museen ermöglicht, sich auf internationaler Ebene an den Unterstützungsmaßnahmen zu beteiligen.

Im September 2020 jährt sich die Zerstörung des Nationalmuseums in Rio de Janeiro zum zweiten Mal. Wir Vertreter der deutschen Museumsinstitutionen begrüßen die aus diesem Anlass für Oktober 2020 in Rio geplante internationale Tagung, an der wir uns mit mehreren Aktivitäten beteiligen werden.

Unterzeichneter offener Brief (pdf)

Kontakt

In der Halde 1
14195 Berlin

Tel.: +49 30 69504525
Fax: +49 30 69504526
Email: icom@icom-deutschland.de

ICOM Deutschland Newsletter

Vorname(n)*

Nachname *

E-Mail *

Unser Newsletter informiert über Neuigkeiten rund um das Thema Kultur, Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Der Newsletter erscheint in der Regel einmal im Monat. Ihre hier eingegebenen Daten werden lediglich zur Personalisierung des ICOM Deutschland Newsletters verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit aus dem Newsletter heraus abmelden oder Ihre Einwilligung jederzeit per E-Mail an icom@icom-deutschland.de widerrufen. Weitere Informationen zum Thema Datenschutz erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Ihre Daten werden nach Beendigung des Newsletter-Empfangs innerhalb von 3 Monaten gelöscht, sofern der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Durch Absenden der von Ihnen eingegebenen Daten willigen Sie in den Newsletter-Empfang ein und bestätigen Sie die Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere den Disclaimer

Bitte helfen Sie uns Spam zu vermeiden, und lösen Sie diese kleine Aufgabe!

Wieviele Beine hat ein Pferd? (1, 2, ...)

() Pflichtfelder

×
Image

ICOM Deutschland e. V.

ÜBER UNS

AKTUELLES

MITGLIEDSCHAFT

gefördert durch:

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

KULDIG LOGO

 

 

 

eine Marke der Droidsolutions GmbH

 

© 2019 ICOM Deutschland e. V.

  •  
Wir benutzen Cookies
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.